Patchworkdecken für die Flüchtlingskinder

 

- - -  - - - - - - - - - - - - - -  Auszug des Zeitungsartikels der "Siegener Zeitung" - - - - - - - - - - - - - - - - 

 

tika - Das Angebot war groß, die Auswahl fiel schwer – wichtig war am Ende nur eines: Mit leeren Händen ging niemand nach Hause. Die Patchwork-Gruppe des Dorfvereins Aue-Wingeshausen hat insgesamt 43 selbstgenähte Decken an Flüchtlingskinder aus dem gesamten Altkreis Wittgenstein übergeben. Eine große Geste, die in der Unterkunft im früheren Haus der Landwirtschaft in Erndtebrück absolut ankam. Und nicht weniger als ein Zeichen für gelebte Willkommenskultur in der gesamten Region war. Die jungen Vertriebenen konnten es kaum erwarten, sich endlich eine der zahlreichen bunten Decken auszusuchen. Egal ob Bob der Baumeister, Motive aus der Tierwelt oder aus bekannten Animationsfilmen, das Repertoire war groß.

 

Dass die insgesamt elf Frauen der Patchwork-Gruppe den richtigen Nerv getroffen hatten, zeigte die Reaktion der Neuankömmlinge – jeder einzelne bedankte sich persönlich bei den Akteuren aus Aue und Wingeshausen. Diese hatten die Spendenaktion im Rahmen der Initiative „Mini-Decki Deutschland“ gestartet. „Ich wollte mich bereits seit längerer Zeit engagieren. Als ich von einer Bekannten über diese Aktion gehört habe, wollte ich sofort mitmachen – meinen Mitstreiterinnen ging es nicht anders“, berichtete Margit Bürger. Die Leiterin der Patchwork-Gruppe fertigte die 43 Unikate gemeinsam mit den Mitgliedern in insgesamt zwei Sitzungen an. In der Regel trifft sich die Gruppe immer am ersten Dienstag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr im Gemeindehaus in Wingeshausen – und sucht stets neue Mitstreiter. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Einfach vorbeikommen. Die Treffen haben bei uns stets Eventcharakter“, brachte es Margit Bürger, die die Gruppe gemeinsam mit Christel Stremmel und Annette Döpp leitet, auf den Punkt.

 

Beim Blick in den Saal der Unterkunft ließ sich ein ähnlicher Charakter beobachten – die bunten Spenden waren etwas ganz Besonderes. Dabei hatten die elf Frauen übrigens vorausschauend genäht, denn auch werdende geflüchtete Mütter durften sich eine Decke für ihr Neugeborenes in spe aussuchen. „Das ist eine wirklich tolle Aktion und sie sorgt für große Freude bei den Kindern“, beobachtete auch Helmut Keßler das Treiben in der Unterkunft. Der Vorsitzende des Dorfvereins Aue-Wingeshausen zollte der Patchwork-Gruppe Anerkennung für ihre Aktion und das Engagement für die Flüchtlinge. „Das ist eine wirklich tolle Sache“, konstatierte der Mann aus Müsse. Und eine Aktion, bei der am Ende niemand mit leeren Händen dastand. Und genau dies zählte – für die Patchwork-Gruppe und für die Kinder, die nun ihr ganz persönliches Einzelstück haben.

 

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